Die Goldene Auguste

 

1. Entwurf

 

Der "Oskar" der Mörderischen Schwestern – die goldenen Auguste!

 

Wie sollte die Auguste aussehen? Ich suchte im Internet nach Auguste Groner, fand aber

kein einziges Bild, das mich inspirieren konnte. Daher ging ich mit der Vorgabe Frau,

Buch und Pistole ans Werk. Ich will Euch meinen ersten Entwurf, s. o., der vom Präsidium

gnadenlos abgeschmettert wurde, nicht vorenthalten. Gut, sie glich eher einer Venus von

Willendorf mit Föhn, aber das sind halt meine Wurzeln J.

 

Nach einigen weiteren Versuchen sah sie schlussendlich doch so aus (s. u.). Die Idee dahinter

war, dass die Füße zu einem Buch werden, also zu einem „geistigen“ Fundament, aus dem

die sehr weibliche Figur der Auguste Groner in einem stilisierten Jahrhundertwendekleid wächst.

 

Goldene Auguste

 

So entstand die Polimentvergoldung

Aus einem Klumpen Ton wurde die Rohauguste (1) geschaffen und bekam nach einer ersten

Bearbeitung mit Schleifpapier eine Grundierung mit Hasenleim (2), um die Oberfläche

für den Kreidegrund aufnahmefähiger zu machen. Danach folgten eine Schicht mit Steinkreide

(3) und ungefähr 6 bis 7 Schichten Kreidegrund aus Bologneser- und Champagnerkreide (4) .

 

(1) (2) (3) (4)

 

Die Figur musste (ewig lange!) glatt geschliffen werden, damit auf der Oberfläche keine Kratzer

mehr sichtbar waren. (5). Dann folgte der Polimentauftrag. Dreimal gelbes Poliment (6),

für den schönen warmen Ton und einmal rotes Poliment (7) für die Glanzstellen. Nun erst konnte

vergoldet werden. Mit einer Wasser-Alkohol-Netzte wurde das Gold angeschossen. (Ja das heißt

wirklich so!) Nun musste der Untergrund drei Stunden trocknen und dann wurde das Gold mit

einem Achat aufpoliert, um sich untrennbar mit der Kreidegrund - Oberfläche zu verbinden.

 

(5) (6) (7) (8)