
NATURSTEIN
Kieselsteine waren und sind das am leichtesten
zugängliche und am schnellsten verarbeitbare Material für Mosaiken. Von Wasser
und Sand rundgeschliffen werden sie für Bodenmosaiken in Innenräumen und außen
verwendet.
MARMOR
Marmorwürfel, genannt Tesserae, werden aus Marmorblöcken und -platten
geschlagen und hauptsächlich für klassische griechisch-römische Motive
verwendet. Die unterschiedlichen Marmorqualitäten bedingen auch den Grad der
Verarbeitbarkeit: Carraramarmor ist leicht zu bearbeiten, Marmor mit vielen
Venen dagegen bricht kantig und unscharf.
Mit
dem Begriff „Marmor“ werden meist alle farbigen Steine in Tesseraform
bezeichnet, obwohl nur ein Bruchteil echter Marmor ist. Das Schwarz z. B. in den
polychromen römischen Mosaiken ist meist Basalt.
Es
gibt drei Gruppen von Steinen,
die sich für Mosaiken eignen:
Eruptivgesteine
(u.a. Granit und Basalt),
Sedimentgesteine (Sandstein, Kalkstein, Alabaster, Travertin) und
metamorphisches
Gestein (Marmor, Serpentin, Schiefer)
Smalten sind in Venedig hergestellte
Glassteine, die aus einer gezogenen Glaspaste gewonnen werden.
Das Material wird in Kuchenfladen (Pizza) oder bereits in Würfel
geschnitten geliefert. Die Farbpalette ist sehr umfangreich (ca. 2500!) und bei
Großaufträgen, werden spezielle Farben auf Wunsch hergestellt.
GOLDSMALTEN (ital. SMALTI)
Hier
wird echtes Blattgold oder Blattsilber in das Glas eingearbeitet. Die
Goldsmalten fanden in der byzantinischen Kunst große Verbreitung.
Smalten
werden hauptsächlich für Wandmosaiken verwendet, da sie für Bodenmosaiken zu
scharfkantig wären.
INDUSTRIEMOSAIKSTEINE
Zu
Beginn des 20 Jh. als die Nachfrage nach Mosaiken stieg, wurde das industriell
hergestellte Glassteinchen immer beliebter. Die Steine werden in Plättchen
von 2 x 2 cm geliefert und haben eine absolut glatte Oberfläche.
Dies
ist auch der Nachteil dieser Mosaiksteine, denn die gebrochene, unregelmäßige
Oberfläche eines handgehauenen Marmor- oder Smaltimosaiks ist einfach
faszinierender und aufregender in Farbigkeit und Oberfläche, verglichen mit den
industriell gefertigten Glassteinen, die alle Normgröße und Normoberfläche
aufweisen.
Für
große Flächen und Schwimmbäder sind diese Steine aber bestens geeignet.
KERAMIK
Auch
die Keramiksteine werden industriell hergestellt und in der Größe von 2
x 2 cm (glasiert oder unglasiert) geliefert.
Ein
Keramikmosaik kann man auch leicht aus Fliesen herstellen. Abfallmaterial
bekommt man bei größeren Fliesengeschäften. Die gesammelten Fliesen sollten
nach Dicke und Qualität geordnet erden, da es wetterfeste und nicht wetterfeste
Fliesen gibt.
FUNDSTÜCKE
Eigentlich
kann man für ein Mosaik alles verwenden, was man in ein Mörtelbett drücken
kann. Muscheln, Schneckenhäuser, zerbrochenes Porzellan, Halbedelsteine......
Der
Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
UNTERLAGEN FÜR MOSAIKE
Ein Mosaik kann auf fast jedes Material, wie Holz, Glas, Beton,
Keramik oder Eisen, geklebt oder eingesetzt werden. Bei der Wahl
der Holzplatte muss man darauf achten, dass sie nicht zu dünn ist, da
sie sich sonst wegen des Wassers im Mörtel verzieht.
Glatte
Flächen werden etwas aufgeraut, falls das nicht möglich ist, bestreicht man
die Unterlage mit etwas Leim und bestreut das mit Sand, oder man nagelt ein
rostfreies Drahtgeflecht auf die Fläche, damit der Mörtel mehr Halt hat.
Im
Handel sind bereits so gute Klebstoffe und Mörtel erhältlich, dass auf
Metallflächen und Plastik direkt gearbeitet werden kann.
Beim Klebstoff
kommt es darauf an, welches Material mit welchen verklebt werden soll, und ob
das Mosaik für innen, außen, den Boden oder die Wand gedacht ist.
Der
traditionelle Mosaikmörtel beim direkten Verfahren ist ein Gemisch aus Portlandzement,
Sumpfkalk und Flusssand, er wird auf den Beton oder auf die
vorbereitete Unterlage etwa 7mm - je nach Dicke der Steine - aufgetragen. Dieses
Mörtelbett wird für Fußboden- und Wandmosaike angewandt. Fußböden werden
nachträglich ausgefugt, um eine ebene Fläche zu erhalten.

WERKZEUGE
Der
traditionelle Hammer wird verwendet um Marmor, Natursteine, venezianische
Pizze und Keramik- platten zu zerkleinern.
Diese
Art die Tesserae zu formen hat sich seit Jahrtausenden nicht geändert. Ein
Relief auf einem römischen Sarkophag zeigt die Arbeit eines Steinmetz vor ca.
1900 Jahren. Sein Werkzeug ist genau dasselbe wie heute.
Neben
dem Hammer braucht man einen Dorn, der in einen Holzpflock
eingesetzt wird. Nun nimmt man ein größeres Stück hält es zwischen Daumen
und Zeigefinger, legt es auf den Dorn und schlägt mit dem Hammer senkrecht auf
das Material, genau auf die Kante des Dorns.
Hat
man bereits kleinere Stücke, können diese mit einer Mosaikzange
zerkleinert und in die gewünschte Form geschnitten werden.
Weiters braucht man größere und kleinere Spachteln, Plastikbecher, um den Mörtel zu mischen, Behälter für die Mosaiksteine, Schwämme, Tücher, eventuell eine Mundschutzmaske und eine Schutzbrille. (Bei Smalti sehr wichtig, die kleinen Glassplitter sind extrem gefährlich.)